Gleichstellung

Zusammenfassend muss festgehalten werden, dass es in der Schweiz keinen wirksamen Schutz vor Diskriminierung aufgrund der Behinderung bei privaten Arbeitsverhältnissen gibt.

2 Antworten

  1. Arbeitsverhältniss in der Schweiz - Eine Arbeit, die ein autonomes Leben ermöglicht, ist auch für behinderte Menschen sehr wichtig. Immer noch sind sie aus weiten Teilen des Erwerbslebens ausgeschlossen und werden häufig nicht als vollwertige Arbeitskräfte angesehen. Das Motto der IV „Eingliederung vor Rente“ ist gut gemeint, doch leider ist das schweizerische Behindertengleichstellungsrecht in diesem Bereich zu schwach, um das Ziel der Integration von behinderten Menschen in die Arbeitswelt fördern zu können. Ein wirksamer Schutz vor Diskriminierung müsste alle Phasen eines Arbeitsverhältnisses umfassen: von der Bewerbung über das Auswahlverfahren, die Anstellungsbedingungen, die Weiterbildungsmöglichkeiten, die Aufstiegschancen, bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Dieser Schutz ist in der Schweiz leider erst in wenigen Bereichen vorhanden. Siehe auch unter: www.proinfirmis.ch
  2. Frage: Meine behinderte Tochter hat über die IV eine Lehre abgeschlossen. Nun ist sie stellenlos und ausgesteuert. Hilft ihr die IV auch bei der Jobsuche? Ja. Ihre Tochter hat im Rahmen der IV-Arbeitsvermittlung Anspruch auf Unterstützung durch eine Fachperson. Diese kann mit ihr die Bewerbungsunterlagen aktualisieren, Bewerbungs­situationen üben, sie bei Bedarf zu Vorstellungsgesprächen begleiten und regelmässige Gespräche führen. Die Spezialistin der IV hat Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern und kann Ihre Tochter auf offene Stellen hinweisen oder im besten Fall sogar eine vermitteln. Allerdings braucht es für diese Zusammenarbeit eine sehr hohe Motivation, wirklich einen Job finden zu wollen. Zudem muss die Tochter in ihrem Arbeitsbereich vermittlungsfähig sein und Vereinbarungen verbindlich einhalten können. Einarbeitungszuschüsse der IV als Anreiz für Firmen Neben Beratung und Begleitung kann die IV-Stelle jungen Erwachsenen auch noch anders bei der beruflichen Eingliederung helfen. Sie kann einen Arbeitgeber bei der Einarbeitung einer Person unterstützen, indem sie Einarbeitungszuschüsse bis maximal sechs Monate ausrichtet. Damit gewinnt man Zeit, um die Leistungsfähigkeit aufzubauen. Mit den Zuschüssen werden Firmen motiviert, behinderten Menschen überhaupt eine Anstellung zu bieten – indem sie für die Diskrepanz zwischen der effektiv erbrachten Leistung und dem Bruttolohn entschädigt werden. IV finanziert Arbeitsversuch für sechs Monate Wenn man keinen Arbeitgeber für eine 
direkte Anstellung gefunden hat, kann die IV-Stelle ausserdem einen Arbeitsversuch finanzieren. Dabei entstehen dem involvierten Betrieb keine Kosten, die IV bezahlt der Mitarbeiterin den Lohn in Form eines Taggelds. Formell entsteht dann kein Arbeitsverhältnis zwischen der ver­sicherten Person und dem Arbeitgeber, deshalb trägt der Arbeitgeber auch keine Soziallasten. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich während maximal sechs Monaten kennenlernen – und so die Chance auf eine Weiterführung der Zusammenarbeit durch eine nachfolgende, feste Anstellung erhöhen. Neben einer Rente bezahlt die Invalidenversicherung Leistungen, die den Alltag der Betroffenen erleichtern und die soziale wie berufliche Integration fördern soll. Mitglieder von Guider erfahren nicht nur, wie hoch diese Leistungen sein können, sondern auch welche Voraussetzungen für das Beantragen erfüllt sein müssen. Weitere Hinweise zu den IV Leistungen: https://www.guider.ch/versicherungen/invalidenversicherung-iv/weitere-leistungen-der-invalidenversicherung

Einen Kommentar schreiben